Wir suchen eine Quinta.

Nach vielen Gesprächen am Küchentisch, endlosen Abendstunden mit Portugal-Karten auf dem Tisch und dem festen Entschluss, unser Leben langsamer und näher am Meer zu gestalten, haben wir es endlich getan: Wir haben uns entschieden, das Alentejo zu erkunden, genauer gesagt an der atemberaubenden Küste der Costa Vicentina.

Warum gerade hier? Weil der Alentejo für uns das perfekte Gleichgewicht verkörpert: die raue Schönheit des Atlantiks, endlose Strände mit goldenem Sand, die noch nicht überlaufen sind, sanfte Hügel mit Korkeichen und Olivenbäumen, und diese unvergleichliche portugiesische Gelassenheit (die „Saudade“ trifft es vielleicht am besten). Weg vom Trubel der Grossstadt.

Januar 2025 – Der Startschuss unserer Suche

Der Januar in Portugal ist für viele vielleicht nicht die naheliegendste Reisezeit. Für uns war er perfekt. Die Luft ist klar und frisch, die Touristen sind fast verschwunden, und die Preise für Unterkünfte und Mietwagen sind gnädig. Vor allem aber spürt man das echte Leben der Region: Fischerboote schaukeln in den kleinen Häfen, in den Cafés wird laut diskutiert, und die Wintersonne taucht die weißen Häuser und die weiten Landschaften in ein ganz besonderes Licht.

Mit einem Koffer voller Erwartungen und einem iPad voller Inserate von Immobilienportalen (Idealista und Co. lassen grüßen) sind wir losgezogen. Unser Ziel: Eine Quinta, kein schnödes Ferienhaus, sondern ein echtes Stück Land mit Charakter. Ein Ort, den man gestalten, bepflanzen und zu einem Zuhause machen kann. Mit genug Platz für einen Gemüsegarten, vielleicht ein paar Oliven- oder Korkeichen, und vor allem: nicht zu weit vom Meer entfernt.

Wir träumen von einer Quinta mit:

  • Einem alten Bauernhaus oder einer Ruine mit Renovierungspotenzial (wir lieben Projekte!)

  • Einem Grundstück von mindestens 0,5–3 Hektar

  • Guter Anbindung an kleine Orte wie Sao Luis, Vila Nova de Milfontes etc.

  • Und natürlich: maximal 15–30 Minuten zum nächsten Strand, damit der Atlantik unser neuer Alltag wird

In den ersten Tagen haben wir schon einige Objekte besichtigt. Manche waren pure Romantik – alte Steinhäuser umgeben von wilden Blumen und mit Blick über die Hügel bis fast ans Meer. Andere zeigten deutlich, warum man bei einer Quinta genau hinschauen muss: Wasserrecht, Stromversorgung, Baugenehmigungen und der Zustand des Daches können schnell aus einem Traum ein teures Abenteuer machen.

Besonders beeindruckt hat uns die Vielfalt: Von kompakten Quintas mit kleinem Haus und viel Land bis hin zu größeren Herdade-Anwesen mit Pool und Nebengebäuden. Die Preise variieren stark – von „machbar mit Herzblut und Eigenleistung“ bis „Wow, das wäre dann schon fast ein kleines Paradies“.

Die Magie des Alentejo im Winter

Was uns in diesen ersten Wochen besonders berührt hat: Die Stille. Morgens nur das Rauschen des Meeres und Vogelgezwitscher. Nachmittags lange Spaziergänge an fast menschenleeren Stränden wie dem Praia do Carvalhal oder in der Nähe von Porto Covo. Abends ein Glas Rotwein (natürlich ein Alentejo-Wein) und das Gefühl, dass wir hier wirklich ankommen könnten.

Der Alentejo im Januar zeigt sich von seiner ruhigen, authentischen Seite. Kein Sommer-Glamour, dafür echte portugiesische Gastfreundschaft, wenn man in den kleinen Supermärkten oder bei den Maklern ins Gespräch kommt.

Was kommt als Nächstes?

Die Suche hat gerade erst begonnen. Wir haben noch viele Termine, viele weitere Quintas auf dem Zettel und hoffentlich bald den einen Ort, bei dem wir beide sofort sagen: „Hier wollen wir bleiben.“

Wir werden euch auf diesem Blog regelmäßig mitnehmen – mit ehrlichen Berichten über die kleinen und großen Momenten des Lebens an der Alentejo-Küste.

Bis bald aus dem (noch etwas kühlen, aber wunderschönen) Alentejo

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Sonnenuntergänge.